{"id":231,"date":"2020-08-15T12:38:26","date_gmt":"2020-08-15T10:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstvermittlung.uni-erfurt.de\/?page_id=231"},"modified":"2021-05-17T17:36:53","modified_gmt":"2021-05-17T15:36:53","slug":"expertinnen-ecke-m-gruener-a-kinscher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kunstvermittlung.uni-erfurt.de\/ss20\/expertinnen-ecke-m-gruener-a-kinscher\/","title":{"rendered":"Expert:innen-Ecke M.Gr\u00fcner, A.Kinscher"},"content":{"rendered":"\n<h1><span class=\"has-inline-color has-accent-color\">Reflexion der eigenen Vermittlung<\/span><\/h1>\n\n\n\n<h3><span class=\"has-inline-color has-accent-color\">1 Vorbemerkung zur digitalen Kunstvermittlung <\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Kommunikator bei einer Kunstvermittlung, zum Beispiel vor Ort in einem Museum, direkt auf die Rezipienten eingehen kann und eine, auf sie abgestimmte, Kunstvermittlung mit direkten weitergehenden Fragen und Anregungen m\u00f6glich ist, sieht dies bei der digitalen Kunstvermittlung ganz anders aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der digitalen Kunstvermittlung gibt es ein generelles Problem: der Umgang mit Zielgruppen beruht lediglich auf Definitionen. Es ist unklar f\u00fcr wen und warum ein Vermittlungsinhalt aufgearbeitet wird und welche passenden Instrumente f\u00fcr die Vermittlung der Inhalte verwendet werden. Dies hat in den meisten F\u00e4llen zur Folge, dass der Umgang mit dem Medium Priorit\u00e4t vor den Vermittlungsinhalten erlangt. Eine digitale Kunstvermittlung funktioniert am besten, wenn diese von einem digitalen Kunstwerk oder einer digitalen Version eines k\u00fcnstlerischen Entwurfs ausgeht. Dem ist hinzuzuf\u00fcgen, dass k\u00fcnstlerische Arbeiten in Bildarchiven oder Datenbanken gut aufgehoben sind, ebenso gut wie ein zweidimensionales Gem\u00e4lde eines Malers in einem gedruckten Bildband <em>(vgl. Staarmann, Gabriele: euphorie digital? Aspekte der Wissensvermittlung in Kunst, Kultur und Technologie. 1998. S. 196f.)<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere gew\u00e4hlten Vermittlungsgegenst\u00e4nde gehen von realen k\u00fcnstlerischen Arbeiten aus, die wir selbst in den digitalen Raum gebracht haben. Zum einen in der Form eines Videos, bei dem der Rezipient die M\u00f6glichkeit hat, das Kunstwerk aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Zus\u00e4tzlich zu diesem visuellen Medium pr\u00e4sentieren wir dem Betrachter ein auditives Medium, welches die Wirkung des gefilmten Kunstgegenstandes verst\u00e4rken soll. W\u00e4hrend das Video abgespielt wird hat der Rezipient die M\u00f6glichkeit zur\u00fcck zu spulen, vor zu spulen oder das Video anzuhalten, um einen Blickwinkel des Werkes genauer zu betrachten. Au\u00dferdem bietet diese visuelle Darstellung den Vorteil, dass der Rezipient ungew\u00f6hnlich nah an das Kunstwerk herangebracht wird, viel n\u00e4her als die meisten Besucher es in der realen Ausstellung betrachtet h\u00e4tten. Die anschlie\u00dfend gestellten Fragen zu den Videos und k\u00fcnstlerischen Arbeiten regen au\u00dferdem den aktiven Informations- und Erfahrungsaustausch an. Sodass \u00fcber die Arbeiten gemeinsam in den Kommentaren diskutiert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Medium, welches von uns f\u00fcr die Vermittlung gew\u00e4hlt wurde, ist die Fotografie. Daf\u00fcr w\u00e4hlten wir zweidimensionale Kunstwerke, damit keine Informationen verloren gehen, so wie es bei einer dreidimensionalen Skulptur der Fall gewesen w\u00e4re. Im Zuge dessen w\u00e4hlten wir eine aktive Teilnahme des Rezipienten an der Gestaltung eigener Kunstwerke, unter Vorlage der k\u00fcnstlerischen Arbeiten in der Ausstellung.<\/p>\n\n\n\n<h3><span class=\"has-inline-color has-accent-color\">2 Kunstwissenschaftlicher Bezug <\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eHier wird eine k\u00fcnstlerische Reaktion auf eine k\u00fcnstlerische Arbeit exemplarisch zu einem Akt der Vermittlung, und der Akt der Vermittlung wird zum k\u00fcnstlerischen Akt\u201c <em>(Sturm, Eva: Vom Schie\u00dfen und vom Getroffen-Werden. Kunstp\u00e4dagogik und Kunstvermittlung \u201eVon Kunst aus\u201c. Hamburg 2005, S.34).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Position von Eva Sturm haben wir versucht in der digitalen Kunstvermittlung der Bilderreihen \u201eLooking Up\u201c und \u201eUnfold\u201c von Stefan Schiek, zu ber\u00fccksichtigen. Die K\u00fcnstlerische Reaktion, die Erschaffung eigener Virtueller Welten (\u201eLooking Up\u201c) oder das Zusammensetzen von Werken (\u201eUnfold\u201c) wird somit zu einem \u201eAkt der Vermittlung\u201c. Der Rezipient besch\u00e4ftigt sich durch seine eigenen k\u00fcnstlerischen Aktivit\u00e4ten eingehender mit den Arbeiten des K\u00fcnstlers und taucht in seine Welt ein und beginnt die k\u00fcnstlerischen Arbeiten besser zu begreifen. Ohne zus\u00e4tzliche anregende Fragen stellen zu m\u00fcssen, geschieht hier die digitale Vermittlung fast wie von selbst. Mit zur Verf\u00fcgung gestellten, ausgestellten Bildern wird dem Rezipienten lediglich der Weg gewiesen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Carmen M\u00f6rschs Theorie haben wir in diese Vermittlung mit einbezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLive und in Farbe\u201c etwas selbst gestalten ist ein wichtiger Teil kultureller Bildung in der Visuellen Kunst <em>(M\u00f6rsch, Carmen: Kunstvermittlung im gesellschaftlichen Kontext. URL&lt;https:\/\/www.bpb.de\/gesellschaft\/bildung\/kulturelle-bildung\/60325\/kunstvermittlung&gt; [21.08.2020]).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Den Rezipienten ist es m\u00f6glich, die zur Verf\u00fcgung gestellten, ausgestellten Bilder auszudrucken und selbst zu gestalten und zu ver\u00e4ndern. Sie gestalten etwas selbst, \u00fcber welches sie anschlie\u00dfend in den Kommentaren diskutieren k\u00f6nnen. Die Fantasie wird angeregt und \u00dcberlegungen \u00fcber eine m\u00f6gliche futuristische Welt oder virtuelle Realit\u00e4t wird angesto\u00dfen. Die Rezipienten besch\u00e4ftigen sich nicht nur mit dem Werk des K\u00fcnstlers selbst, sondern auch mit der darin aufgegriffenen Thematik \u201eVirtuelle Realit\u00e4t\u201c, \u00fcber welche die Teilnehmenden ebenfalls einen Denkansto\u00df erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kunstwissenschaftliche Bezug des folgenden Mediums, die digitale Vermittlung durch Filmsequenzen, geht erneut auf Eva Sturm zur\u00fcck. Ihrer Theorie zufolge sollten \u201einhaltliche Schlie\u00dfbewegungen\u201c vermieden werden und stattdessen die Unabschlie\u00dfbarkeit von Deutungsprozessen bei der Auseinandersetzung mit Kunstwerken anerkannt werden <em>(vgl. Sturm, Eva: Vom Schie\u00dfen und vom Getroffen-Werden. Kunstp\u00e4dagogik und Kunstvermittlung \u201eVon Kunst aus\u201c.Hrsg.: Pazzini, Karl-Josef, Sturm, Eva, Legler, Wolfgang, Meyer, Torsten. Kunstp\u00e4dagogische Positionen 7\/2005, Hamburg University Press. Hamburg 2005.)<\/em>.<br>In der digitalen Kunstvermittlung regen wir gerade diese Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk durch gezieltes Hinterfragen an. Die Antworten des jeweiligen Rezipienten kann dieser anschlie\u00dfend in den Kommentaren ver\u00f6ffentlichen. Dadurch kommt ein lebendiger Austausch \u00fcber die Fragen und Antworten zu den Videos zustande und der Deutungsprozess wird stetig am Laufen gehalten. Das Sprechen \u00fcber Kunst, so ebenfalls Eva Sturm, wird als unvermeidliche, produktive und nicht final leistbare Bearbeitung eines Mangels verstanden <em>(vgl. Sturm, Eva: Woher kommen die KunstvermittlerInnen? Versuch einer Positionsbestimmung. Wien 2002, S.205)<\/em>. Diesen Mangel haben wir uns zum Vorteil gemacht. Ohne spezifische Interpretationsvorlage und Erkl\u00e4rung des Kunstwerkes von der K\u00fcnstlerin selbst, werden stetig Fragen im Raum stehen, oder, w\u00e4hrend unsere digitale Vermittlung, in den Raum gebracht. Durch auditive Anregungen w\u00e4hrend der Videos ist eine zus\u00e4tzliche Ebene f\u00fcr Diskussionen geschaffen und der Deutungsprozess bleibt unabschlie\u00dfbar. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Theorie von Umberto Eco, dargelegt in seinem Werk \u201eDas offene Kunstwerk\u201c von 1998, bezogen wir in unserer digitalen Kunstvermittlung ein. Eco zufolge wird in der Modernen Kunst oft gezielt mit der \u201eOffenheit\u201c eines Kunstwerkes gespielt. Dies wird erreicht, indem der Rezipient aufgefordert wird, aktiv am Werk mitzuarbeiten. Die \u201eOffenheit\u201c eines Werkes l\u00e4sst dem Rezipienten besondere Bedeutung zukommen. Diese Unvollkommenheit erm\u00f6glicht eine Vielzahl an Deutungsm\u00f6glichkeiten der k\u00fcnstlerischen Arbeiten. F\u00fcr die Kunstvermittlung kann also geschlussfolgert werden, dass der Rezipient bei der Auseinandersetzung mit Kunst eine zentrale Rolle spielt und die \u201eOffenheit\u201c eines Kunstwerkes den Rezipienten einen individuellen Zugang zur Kunst erm\u00f6glicht sowie sein sch\u00f6pferisches Potenzial angeregt wird <em>(vgl. Eco, Umberto (1998): Das offene Kunstwerk. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.)<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne eine Kunstvermittlung w\u00fcrde der Rezipient ein jedes k\u00fcnstlerisches Werk, welches fertig in einer Ausstellung h\u00e4ngt, als \u201egeschlossen\u201c ansehen. Es liegt an den Kunstvermittler\/innen die \u201eOffenheit\u201c eines Kunstwerkes zu gew\u00e4hrleisten. Auch wir haben bei den K\u00fcnstlerischen Werken \u201eSteptease III\u201c und \u201eAqua\u201c von Cosima G\u00f6pfert sowie den Serien \u201eLooking Up\u201c und \u201eUnfold\u201c von Stefan Schiek eine \u201eOffenheit\u201c hervorgerufen. Die Rezipienten wurden ermutigt eigene Werke zu kreieren oder sich vorzustellen. Die Arbeiten der K\u00fcnstler wurden somit fortsetzt. Das sch\u00f6pferische Potenzial der Rezipienten wurde in Gang gesetzt, indem diese Ideen, angelehnt an die urspr\u00fcnglichen Arbeiten der K\u00fcnstler, sammelten oder diese sogar umsetzten.<\/p>\n\n\n\n<h3><span class=\"has-inline-color has-accent-color\">3 Reflexion der Relevanz der Vermittlung f\u00fcr die Zielgruppe <\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Kinder und Jugendliche sind schnell f\u00fcr interaktive Museumsinhalte zu begeistern. Kurze, ungew\u00f6hnliche und interessante Videosequenzen wecken ebenso ihre Aufmerksamkeit. Dies wird nicht nur in realen Museumsr\u00e4umen sichtbar, sondern kann auch online angewandt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in einer durch Pandemie-Regelungen bestimmten Zeit, in der der Besuch eines Museums oder einer Galerie f\u00fcr Schulklassen zu einem un\u00fcberwindbaren Hindernis geworden ist, ist es wichtig, dass sie auf ein digitales Angebot zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Eine Kunstvermittlung, die vor Ort gemeinsam stattgefunden h\u00e4tte muss nun in den digitalen Raum \u00fcbertragen werden, damit Kinder und Jugendliche einen \u00e4hnlichen Zugang zu den Werken erhalten und sich weiterhin mit Kunst auseinandersetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Vermittlungsidee zu Cosima G\u00f6pferts Werken erweitert den Blick der Rezipienten, was Kunst alles sein kann, wie sie gedeutet werden kann und veranlasst die Kinder und Jugendliche sich eigenen kreativen Ideen und Ans\u00e4tzen zu widmen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schieks Werke und die dazugeh\u00f6rige digitale Kunstvermittlung regt nicht nur die Kreativit\u00e4t der Rezipienten an, sondern gibt Ansto\u00df zur Diskussion und zum Nachdenken \u00fcber Zukunftsvisionen, virtuelle Realit\u00e4ten und wie diese aussehen k\u00f6nnten. Die Kinder und Jugendlichen werden damit nicht nur an Stafan Schieks Werke und Arbeitsweise herangef\u00fchrt, sondern auch an die Thematik der Zukunft, wie diese aussehen wird und wie wir sie gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3><span class=\"has-inline-color has-accent-color\">4 Fazit<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Nach diesem Projekt und dem Seminar kann ich sagen, dass ich digitale Kunstvermittlung als anspruchsvoller wahrnehme als zuvor. Der Kommunikator kann nicht direkt auf die Rezipienten eingehen und pers\u00f6nlich mit ihnen arbeiten, sondern muss im Vorhinein ein umfassendes Angebot zusammenstellen, dass sie breite Masse der Zielgruppe anspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich konnte viel \u00fcber unterschiedliche Kunsttheorien erfahren und wie man eine Kunstvermittlung spannend und effektiv aufbaut. Vor dem Seminar empfand ich Kunstvermittlung als etwas, was ausschlie\u00dflich mit Schulklassen durchgef\u00fchrt wird, da Kinder und Jugendliche sich meist noch nicht selbst Fragen \u00fcber das Kunstwerk stellen oder es versuchen zu analysieren. Doch die unterschiedlichen Theorien sind genauso gut auf Erwachsene anwendbar, denn auch sie besch\u00e4ftigen sich meist nicht selbst mit den ausgestellten Exponaten, sondern betrachten sie, ordnen sie in sch\u00f6n oder nicht sch\u00f6n ein und gehen dann weiter. Die Digitale Kunstvermittlung w\u00e4re ein Weg auch Einzelpersonen im Museum auf Aspekte der Werke hinzuweisen und sie zum Nachdenken anzuregen. Zum Beispiel mit QR-Codes neben den Kunstwerken, welche interessante Fragestellungen zu den Exponaten aufwerfen. Eine Kunstvermittlung w\u00e4re dann auch ohne pers\u00f6nlichen Kommunikator m\u00f6glich und eine breite Zahl von Besuchern k\u00f6nnte erreicht werden. Digitale Kunstvermittlung wurde jedoch erst pandemiebedingt f\u00fcr viele Museen und Ausstellungsh\u00e4user interessanter. Nicht nur in Museen, sondern auch online w\u00fcrden viele Besucher einfach an den Werken vorbeigehen beziehungsweise weiterscrollen, ohne sich n\u00e4her mit diesem zu besch\u00e4ftigen. Mit einer Kunstvermittlung ist es m\u00f6glich neue Ideen und Anregungen zu schaffen, Ausstellungen spannender und wissenswerter zu gestalten und so den Besucher in die Ausstellungsh\u00e4user oder in diesem Fall auf die den jeweiligen Internetauftritt zu locken. Digitale Kunstvermittlung ist gerade in der jetzigen Zeit wichtig, damit die Menschen dennoch die M\u00f6glichkeit haben sich mit Kunst zu besch\u00e4ftigen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Anja Kinscher<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten uns beide vorher eher weniger mit dem Thema der Kunstvermittlung auseinandergesetzt, vor allem der digitale Weg war f\u00fcr uns daher komplett neu und unbekannt. Wir konnten durch das Seminar sehr gute Einblicke gewinnen in die verschiedenen M\u00f6glichkeiten, die einem dabei zur Verf\u00fcgung stehen. Denn von einfachen Fotos, die der Betrachter online einsehen kann, bis hin zu aufw\u00e4ndig produzierten Videos ist alles m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung die sich mir stelle, war, mich auf wenige Werke zu fixieren und zu versuchen diese m\u00f6glichst gut digital vermitteln zu k\u00f6nnen &#8211; anstatt die ganze Ausstellung zeigen zu wollen. Wir hatten anfangs das Gef\u00fchl, dabei gehe zu viel verloren. Es ist aber f\u00fcr die Personen, die vor dem Bildschirm sitzen, so auch wesentlich einfacher, sich auf etwas Weniger konzentrieren zu m\u00fcssen und sich daf\u00fcr etwas intensiver mit einem bestimmten Thema zu besch\u00e4ftigen. Meist schaut man sich in einer Ausstellung auch nicht alle Werke gleich intensiv an, sondern manche nur kurz \u2013 vor anderen verbringt man ewige Zeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Umsetzung mittels Foto und Video sowie einer Mischung aus Ton und Stummschaltung ist uns das letzten Endes ganz gut gelungen. Zus\u00e4tzlich dazu kann die betrachtende Person &#8211; vornehmlich Kinder und Jugendliche \u2013 die auf der Seite gestellten Aufgaben nutzen um sich noch n\u00e4her selbst mit den Werken zu besch\u00e4ftigen. Auch Erwachsene sind davon nat\u00fcrlich nicht ausgeschlossen, diesen f\u00e4llt es aber oftmals leichter sich mit Kunstwerken l\u00e4nger auseinanderzusetzen und Fragen dar\u00fcber zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese digitale Kunstvermittlung zu erarbeiten, hat uns viel Spa\u00df bereitet. Wir mussten neue Dinge ausprobieren und oftmals umdenken, da die Vermittlung im Ausstellungsraum direkt, sich doch komplett anders gestaltet. Allerdings kann man durch diese M\u00f6glichkeiten bestehende Ausstellungen erweitern und f\u00fcr ein breiteres Publikum zug\u00e4nglich machen. Besucher k\u00f6nnten so Vorschl\u00e4ge machen, was ihnen in der Ausstellung fehlt oder durch welches digitale Angebot dies erg\u00e4nzt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Max Gr\u00fcner<\/p>\n\n\n\n<h3><span class=\"has-inline-color has-accent-color\">5 Quellen, Literatur zur Kunsttheorie und Kunstvermittlung:<\/span><\/h3>\n\n\n\n<ul><li>Eco, Umberto (1998): Das offene Kunstwerk. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.<\/li><li>M\u00f6rsch, Carmen: Kunstvermittlung im gesellschaftlichen Kontext. URL&lt;https:\/\/www.bpb.de\/gesellschaft\/bildung\/kulturelle-bildung\/60325\/kunstvermittlung&gt; [21.08.2020]<\/li><li>Sturm, Eva: Vom Schie\u00dfen und vom Getroffen-Werden. Kunstp\u00e4dagogik und Kunstvermittlung \u201eVon Kunst aus\u201c.Hrsg.: Pazzini, Karl-Josef, Sturm, Eva, Legler, Wolfgang, Meyer, Torsten. Kunstp\u00e4dagogische Positionen 7\/2005, Hamburg University Press. Hamburg 2005.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reflexion der eigenen Vermittlung 1 Vorbemerkung zur digitalen Kunstvermittlung W\u00e4hrend der Kommunikator bei einer Kunstvermittlung, zum Beispiel vor Ort in einem Museum, direkt auf die Rezipienten eingehen kann und eine, auf sie abgestimmte, Kunstvermittlung mit direkten weitergehenden Fragen und Anregungen m\u00f6glich ist, sieht dies bei der digitalen Kunstvermittlung ganz anders aus. 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